Tilleda

Pfalz

Gemeindehaus in der Schulstr. 4

Der Ort wurde als „Tullede“ 1020 erstmals urkundlich erwähnt. Tilleda, zu Füßen der Kyffhäuserburg am Südrand der Goldenen Aue gelegen, ist ein sehr alter Ort, zugehörig zur ältesten Ortsnamensschicht aus der Zeit der germanischen Landnahme um die Mitte des letzten Jahrtausends v. Chr.

Die Gemeinde liegt an der Landstraße 220, die als Verbindungsstraße zwischen den Bundesstraßen B 85 (Kelbra) und B 86 (Edersleben) am Fuße des Kyffhäusergebirges den Ort durchquert.

Die Königspfalz Tilleda – als Freilichtmuseum ausgebaut – ist eine besondere Sehenswürdigkeit des Ortes. Das kulturelle Leben prägen in Tilleda eine Reihe von Vereinen. Weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt sind der Fanfarenzug und der Tilledaer Karneval-Club mit seinem großen Festumzug. Jährlich finden im Juli die Ritterspiele auf der Königspfalz statt. Kaiser Barbarossa empfängt seine Gäste zum Kaiserlager.

Wer auf kulturgeschichtlichen Wegen wandern will, besuche unbedingt die Königspfalz auf dem Pfingstberg. Diese vollständig ergrabene und teilweise rekonstruierte Anlage ist einzigartig in Deutschland. Hier erfährt der Besucher fast alles über das Leben und die Arbeit der Menschen im Mittelalter. Mit viel Mühe, Phantasie und Kleinarbeit wurden einige Häuser so errichtet, wie sie vor 1.000 Jahren genutzt wurden. Funde ermöglichten, sich eine genaue Vorstellung von der damaligen Webtechnik zu machen und eine Tuchmacherei nachzubauen.

Im Jahr 972 schenkte Otto II. diese Pfalz seiner Braut Theophanu zur Hochzeit. Aus dem Jahre 1174 ist ein Aufenthalt Friedrich I. (Barbarossa) überliefert. Im Jahre 1194 versöhnte sich hier Heinrich VI. (Barbarossas Sohn) mit dem Welfen Heinrich dem Löwen. Die Anlage liegt an der Straße der Romanik.

Gasthaus Zur Goldenen Gabel - hier weilte einst Goethe