Kreisanglerverein Sangerhausen e.V.

Vorschaubild

Gartenstr. 3
06537 Kelbra (Kyffhäuser)

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.kreisanglerverein-sangerhausen.de

Faszination Angelfischerei

 

Seien Sie herzlich willkommen.

Schön, dass Sie uns einen Augenblick Ihrer Zeit schenken.

 

Wir erlauben uns zu Beginn, Sie auf einen kleinen Ausflug in die Belletristik mitzunehmen. 

Wer kennt sie nicht, die großen Romane der Weltliteratur. Herman Melville´s „Moby Dick“ oder Ernest Hemingway`s „Der alter Mann und das Meer“. Diese brillant erzählten Träume von unendlicher Weite und schäumenden Meer, grenzenloser Kraft und fesselnden Abenteuer, unbändiger Naturgewalt und  beeindruckender Einzigartigkeit.

Izaak Walton`s „Der vollkommende Angler“ oder Max Piper`s „Der vielseitige Angler“ entführen ebenso gekonnt in eine Welt, die Hemingway als „das letzte große Abenteuer des 20. Jahrhunderts“ bezeichnete.

Diese kleinen, eingefangenen Schnappschüsse in unserem Innersten, sind die winzigen Steine im großen Mosaik der Faszination, die der Angelfischerei innewohnt. Nicht zufällig trifft daher in unserer reglementierten, digitalisierten Welt der Ausspruch Hemingway`s erst recht im 21. Jahrhundert, den Kern der Emotionen genau.

Beim Durchblättern unserer Seiten, werden viele Facetten unseres Engagements und Hobbys nacherlebbar. Und vielleicht empfinden Sie bei der Vorfreude auf die nächste Seite, den gleichen Spirit, wie ihn Bertold Brecht in dem kleinen Satz komprimierte: „Komm geh’ mit angeln, sagte der Fischer zum Wurm”.

 

Der Kreisanglerverein Sangerhausen e.V.

 

Verdienter Verein des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt e.V.Der Kreisanglerverein Sangerhausen e.V. ist ein Zusammenschluss von 20 Anglervereinen aus dem      Landkreis Mansfeld-Südharz im Südwesten des Bundeslandes Sachsen-Anhalt.

Das Einzugsgebiet des Vereins entspricht dem des ehemaligen Landkreises Sangerhausen.
Er setzt sich für die Erhaltung und Schaffung gesunder Lebensräume für die Tierwelt, insbesondere an den ihm zur Pacht bzw. Nutzung überlassenen Gewässer ein.

Der Kreisanglerverein will entsprechend der gültigen Gesetze, alle Formen des Angelns erhalten und verbessern, sowie einen spezifischen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten.

Aktiv wirkt er an der Pflege der Gewässer und an der Hege der Fischbestände mit.

Auf Vorschlag des Vereins wurde vom gemeinsamen Gewässerbeirat der Naturfreunden Deutschlands und des Anglerverbandes das Fließgewässer Helme im bundesweiten Bewerbungsverfahren ausgewählt und dem Bundesumweltministerium zur Proklamation als VII. Titelträger "Flusslandschaft des Jahres" vorgeschlagen. Für die mit der Titelträgerschaft im Zusammenhang stehenden Leistungen, wurde der Kreisverein durch den Landesverband mit dem Titel "Verdienter Verein des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt e.V." geehrt.

 

 

 

So gesehen ist Angelfischerei Artenschutz durch Artennutz mit Nachhaltigkeit!

 

 

                            Landesanglerverband Sachsen-Anhalt                       DAFV

 


 
Der Kreisanglerverein Sangerhausen e.V. ist Mitglied im Landesanglerverband Sachsen-Anhalt e.V. und im Verband für Angeln und Naturschutz am Süßen See und Umgebung e. V. und ist mittelbares Mitglied im Deutschen Angelfischerverband e.V..
Der Kreisanglerverein und seine Vereine sind Pächter von rund 630 ha Angelgewässerfläche. Darüber hinaus hat der Kreisverein die von ihm bewirtschafteten Gewässer in den "Gemeinsamen Gewässerfonds des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt" eingebracht. Dadurch können über 12.000 ha Wasserfläche im Bundesland, ohne weitere Kosten, durch unsere Mitglieder zur Ausübung der Angelfischerei genutzt werden. Lediglich für die Salmonidengewässer ist eine zusätzliche Angelberechtigung (z.Z. 15,00 € im Jahr) notwendig.
 

 

Mitgliedschaft

 

Inhaber eines gültigen Fischereischeines können in einem der 20 Vereine Mitglied werden. Dazu ist ein schriftlicher Antrag an einen der Vereinsvorstände zu stellen. Dieser entscheidet dann selbständig über die Aufnahme. Nach Entrichtung einer Aufnahmegebühr bzw. des Mitgliedsbeitrages erhält das Mitglied die notwendigen Unterlagen wie Mitgliedsausweis, Fangbuch, Fischereierlaubnisschein und Gewässerordnung.

 

 


Aktuelle Meldungen

Talsperrenbetrieb fand gute Lösung

(11.10.2018)

Am Sonntag erhielt unser Verein die Mitteilung, dass  Tonnen von Fischen (vor allem Giebel und Barsche) am Bauwerk 1 der Talsperre Kelbra (sowohl oberhalb, als auch unterhalb) standen und zu ersticken drohten.

 

Am Dienstag hat der Talsperrenbetrieb gehandelt und Bretter oberhalb am Bauwerk 1 eingesetzt, so dass das Wasser jetzt etwa 3 m in die Tiefe stürzt und mit Sauerstoff angereichert wird. Damit konnte ein großes Fischsterben verhindert werden. Dafür bedanken wir uns bei den Mitarbeitern des Talsperrenbetriebes.

 

Für uns unverständlich, das der "Gewässerkundliche Landesdienst" diese Notlösung zwei Tage blockiert hatte. Er wollte sogar das Bauwerk 1 ganz schließen lassen, damit der Soolgraben kein Wasser mehr hat und die seiner Meinung nach "minderwertigen Fische" nicht in die Helme gelangen.  Ein qualvoller Tod wäre dann für alle Fische die Folge gewesen.

 

Wer legt eigentlich fest, was ein minderwertiger Fisch, Vogel oder Säugetier ist.

Gibt es kein Tierschutzgesetz?

Wo sind wir in diesem Land hingekommen, wenn ein im Anhang des Wassergesetzes festgelegtes Gewässer erster Ordnung einfach trockenlegt werden soll und Fische qualvoll sterben sollen.

Übrigens der "Soolgraben" oder auch Schalengraben genannt, mündet unterhalb der Stadt Kelbra in die Helme und ist ein kleiner "Geheimtipp". Selbst große Aale und Hechte werden in diesem Gewässer regelmäßig gefangen.

Inzwischen hat sich die Situation entspannt. Einige Barsche und Zander sind leider verendet und dienen den vielen Möwen als Futter. Darüber hinaus wurden und werden Abfischungen durch Vereine vorgenommen und die noch vorhandenen Fische in andere stehende Gewässer umgesetzt.

Wer von den Vereinen noch Interesse hat, für stehende Gewässer Weißfische zu erhalten, bitte bei Angelfreund Frank Gabriel melden, damit mit dem Talsperrenbetrieb die entsprechenden Absprachen erfolgen können.

F.G.

Foto zur Meldung: Talsperrenbetrieb fand gute Lösung
Foto: Fische schnappen wegen Sauerstoffmangel nach Luft

1. Fischerfest beim Roßlaer Anglerverein

(06.10.2018)

Grund zum Feiern hatte der Verein allemal.

Nicht nur weil der Terrassenbau am Anglerheim mit einem sehenswerten Resultat abgeschlossen wurde, sondern weil sich das Gelände zunehmend auch bei anderen Vereinen für Familienveranstaltungen mehrfach empfohlen hat. Gute Angelplätze, gepflegte Sanitäranlagen, zuverlässiger Service, das sind Trümpfe, mit denen die Roßlaer Angler auch einen Beitrag im Ensemble des KAV leistet.

 

Und so hatte der Wettergott für das 1. Fischerfest mit wohlverdientem „Kaiserwetter“ auch ein nicht unwichtiges Startgeschenk im Gepäck.

 

Während der Vorsitzende des Verein, Olaf Kolisch, noch darüber nachdachte ob auch alles glatt gehen würde, waren spätestens nach dem ersten Lob über die Qualität der Spezialitäten aus dem Räucherofen und vom Grill, all seine Bedenken verflogen. Und der, wenn gleich überschaubaren Besucherschar war klar, dass hier eine künftige Tradition aus der Taufe gehoben wurde, die zumindest schon beim Start auf hohem kulinarischen Niveau überzeugen konnte.

 

Und auch in anderer Hinsicht war das 1. Fischerfest in Roßla ein guter Probelauf für das im kommenden Jahr anstehende, 60. Vereinsjubiläum. Das dem Vorsitzenden des Anglervereins viele helfende Hände zur Seite standen, ist ein gutes Zeichen und lässt darauf schließen, dass der Roßlaer Verein noch viele solcher Veranstaltungen folge lassen will.

 

Werbung für die Angelfischerei hat eben viele Gesichter und die Pflege eines uralten, kulturellen Erbes zeigt die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur in einer einzigartigen Kulturlandschaft Deutschlands, der Goldenen Aue.   GJ

 

Foto zur Meldung: 1. Fischerfest beim Roßlaer Anglerverein
Foto: bereits zu Beginn war die Terrasse gut besetzt

Opfert Schleswig-Holstein die Fischerei dem Vogelschutz?

(08.09.2018)

Pressemitteilung vom 28.08.2018

Opfert Schleswig-Holstein die Fischerei dem Vogelschutz?

Lübeck: Der Deutsche Fischerei-Verband verweist auf den Beschluss des Europaparlaments vom 12. Juni 2018 und kritisiert die Absicht Schleswig-Holsteins, sich aus der Verantwortung für ein koordiniertes Kormoranmanagement zu stehlen.

Das Europaparlament fordert: „die Kormoranbestände mit allen Mitteln drastisch auf ein derartiges Maß zu reduzieren, dass einerseits die Bestandserhaltung der Kormorane gewährleistet wird und andererseits keine Bedrohung für andere Arten entsteht und Schä-den in den betroffenen Aquakulturen abgewendet werden.“

Der Deutsche Fischerei-Verband erwartet von der EU-Kommission, der Bundesregierung und den Bundesländern die schnelle Umsetzung dieses wegweisenden Beschlusses. Dazu Stefan Jäger, Vorsitzender der Kormorankommission des Deutschen Fischerei-Verbandes: „ Die bisherige Untätigkeit in Sachen Kormoranmanagement gefährdet den Fischarten-schutz, den Fortbestand von Teichwirtschaften und die nachhaltige Bewirtschaftung von Fischbeständen in Deutschland und ganz Europa. Gleiches gilt für das aktuelle Vorhaben der schleswig-holsteinischen Landesregierung, Vergrämungsabschüsse von Kormoranen an Binnengewässern zu stoppen. Stattdessen sollen die Ertragsausfälle der Berufsfischer zu rund einem Viertel entschädigt werden.“

Sabine Schwarten, Berufsfischerin in der 40. Generation aus Schleswig-Holstein: „Dieses Vorgehen bedeutet auch das mittelfristige Ende der jahrhundertealten, handwerklichen Seenfischerei in Schleswig-Holstein. Ich sehe mich als Opfer eines ideologischen Vogelschutzes.“

Hintergrundinformationen:
Nach dem Verbot des Umweltgiftes DDT hat sich der einst gefährdete Kormoranbestand in den letzten Jahrzehnten auf historische Höchststände entwickelt. Allein in Deutschland brüten mehr als 50.000 Kormorane. Für ganz Europa schätzt man ihre Zahl auf über 1,2 Mio. Wegen der verheerenden Auswirkungen auf die Bestände verschiedener Fischarten wie Äsche oder Aal und den massiven Schäden in der traditionellen Teichwirtschaft hatte das Europaparlament die EU-Kommission bereits im Jahr 2008 zur Etablierung eines Bestands-managements für den Kormoran aufgefordert. Dem kam die Kommission bis heute nicht nach. Vielmehr schieben sich die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten gegenseitig die Verantwortung zu. Mit der Aufnahme des Kormorans in Anhang II a der EU-Vogelschutz-richtlinie muss die Kommission jetzt den Weg zu einem nachhaltigen Bestandsmanage-ment frei machen. Denn erst die Anpassung des Schutzstatus auf europäischer Ebene ermöglicht den Mitgliedsstaaten rechtssicheres Handeln. Bisher weigert sich die EU-Kommission und wiederholt zugleich diesen Fehler bei Arten wie Biber und Wolf.

Jetzt müssen endlich Taten folgen! Die eindeutige und unmissverständliche Forderung des Europaparlaments, dass die Kormoranbestände mit allen Mitteln drastisch reduziert werden müssen, lässt keine weiteren Verzögerungen zu. Hierzu findet am 9. Oktober auf Initiative der European Anglers Alliance ein Treffen mit Wissenschaftlern, Vertretern der Angler- und Fischereiverbände und den Vertretern der EU in Brüssel statt. Die Vereinigungen der Fischer und Angler in Deutschland und Europa erwarten klare Aussagen der EU-Kommis-sion, dass die ersten Schritte für ein europäisches Management mit Reduktionsmaßnah-men bereits vor den Europawahlen eingeleitet werden. Wenn nötig, wird sich der DFV an den Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments wenden.

„Wir sind auf dem besten Weg uns in einen Zweiklassen-Naturschutz zu bewegen. Tiere mit der größten Lobby genießen dabei einen höheren Schutz als andere. Deutschland, wie auch allen anderen Mitgliedsstaaten der EU, haben sich als Unterzeichner des Überein-kommens der Vereinten Nationen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, Rio de Janeiro 1992) dazu verpflichtet, nicht nur einzelne Arten, sondern auch die genetische Vielfalt innerhalb einer Art zu schützen. Das gilt für Fische genauso wie für Vögel und Säugetiere. Viele Fische haben insbesondere in den Oberläufen der Flüsse über hunderte von Jahren genetisch einzigartige Populationen ausgebildet. Die ausufernden Kormoranbestände bringen auf ihren Winterzügen neben den fischereiwirtschaftlichen Schäden diese Populationen an den Rand ihrer Existenz. Sie drohen auszusterben.“, so Stefan Jäger, Vorsitzender der Kormorankommission.

Alle Mitglieder des DFV werden ihrerseits aufgerufen, bei den für sie zuständigen EU-Parla-mentariern die Umsetzung ihres eigenen Beschlusses vom 12. Juni 2018 einzufordern. Völliges Unverständnis bringt die Kormorankommission der offensichtlichen Absicht des Landes Schleswig-Holstein entgegen, die letalen Vergrämungsmaßnahmen zum Fisch-artenschutz an den fischereilich bewirtschafteten Binnenseen zu stoppen und die Fische den Kormoranen zu opfern. Das gefährdet nicht nur die Artenvielfalt in den Gewässern, sondern dürfte auch mittelfristig das Ende der jahrhundertealten, handwerklichen Seenfisch-erei in Schleswig-Holstein sein. Versprochene Entschädigungszahlungen, mit denen die mehrheitliche Zustimmung der Fischer für dieses Vorgehen offensichtlich erkauft wurde, dürften diese Entwicklung nicht aufhalten. Insofern stellt sich die Schleswig-Holsteinische Landesregierung unmittelbar gegen den gerade gefassten Beschluss des Europaparla-ments, denn die geplanten Abschussverbote an den großen Binnenseen des Landes wirken der geforderten drastischen Reduktion des Kormoranbestandes in Europa entgegen. Außer-dem unterläuft diese Entscheidung die Bemühungen Dänemarks, seine heimischen Lachs- und Meerforellenbestände durch eine umfassende Bestandsregulierung des Kormorans zu schützen.

Nach Berechnungen der Landesregierung Schleswig-Holsteins beläuft sich der von Kor-moranen allein auf den von Berufsfischern bewirtschafteten Seen verursachte Schaden auf jährlich mehr als 600.000 €.


Kontakt: Stefan Jäger – 0172 21 38 521

Foto zur Meldung: Opfert Schleswig-Holstein die Fischerei dem Vogelschutz?
Foto: Pressemitteilung des Deutschen Fischereiverbandes

Hochfliegende Träume des NABU ereilt teure Bruchlandung vor dem Bundesverwaltungsgericht

(08.09.2018)

Kormoran-Verordnung in Sachsen-Anhalt rechtskräftig bestätigt

 

Bundesverwaltungsgericht weist Beschwerde des NABU endgültig zurück.

 

Der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hat am 31. Juli 2018 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Rubel und die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Gatz und Prof. Dr. Külpmann beschlossen:

Die Beschwerde des Antragstellers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem auf die mündliche Verhandlung vom 22. November 2017 ergangenen Urteil des Oberverwaltungsgerichts des Landes Sachsen-Anhalt wird zurückgewiesen.

Der Antragsteller trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 20.000 € festgesetzt.

 

Vorrausgegangen war eine Normenkontrollklage vor dem Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt durch den NABU.[Wir berichteten]

 

Der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes unter dem Aktenzeichen: [BVerwG 4 BN 13.18

OVG 2 K 127/15]

Foto zur Meldung: Hochfliegende Träume des NABU ereilt teure Bruchlandung vor dem Bundesverwaltungsgericht
Foto: Hochfliegende Träume des NABU ereilt teure Bruchlandung vor dem Bundesverwaltungsgericht

Was wissen die Deutschen über die Fische in Ihren Flüssen?

(03.08.2018)

Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat eine Pressemitteilung unter dem Titel: „Was wissen die Deutschen über die Fische in Ihren Flüssen?“ veröffentlicht.

 

Vorausgegangen war eine repräsentative Online-Umfrage, die von MitarbeiterInnen des IGB erstellt und vom LINK Institut für Markt- und Sozialforschung (heute: Forsa) durchgeführt wurde.

 

In der Pressemitteilung heißt es:

„Bachforelle, Äsche, Barbe, Brachse und Kaulbarsch – muss man nicht kennen, kann man aber. Denn diese Fischarten sind die sogenannten Leitfische in den verschiedenen Abschnitten eines Flusses. Ihr Vorkommen steht stellvertretend für den Zustand eines Flusses. WissenschaftlerInnen vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben erstmals eine multinationale Bevölkerungsbefragung zum Thema Fische und Artenvielfalt in Flüssen durchgeführt. Mit dem Ergebnis: Die Befragten in Deutschland kennen nur wenige Fischarten, eine gute ökologische Qualität der Flüsse ist ihnen dennoch sehr wichtig.“

 

Die wichtigsten [Ergebnisse] der Umfrage erhalten sie beim Forschungsverbund Berlin e.V.. Darunter findet ihr auch weiterführende Links mit Bilder und Grafiken, die getroffene Aussagen mit Zahlen und Fakten untermauern. GJ

 

Foto zur Meldung: Was wissen die Deutschen über die Fische in Ihren Flüssen?
Foto: repräsentative Umfrage zum Thema

Umweltsofortprogramm des Landes bekommt ein Gesicht

(10.07.2018)

Unter dem Titel

"Flüsse und Bäche - Lebensadern der Regionen"

veröffentlichte der Landesanglerverband ein Statement zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie der EU am Beispiel der Wipper.

Dabei werden besonders Lösungen vorgestellt, deren schnellere Umsetzung vom Beschluss der Landesregierung zum Umweltsofortprogramms des Landes profitieren.

Ein herzlicher Dank geht in diesem Zusammenhang an den LHW, der uns durch den Flussbereichsleiter, Herrn Heling, an Ort und Stelle  informierte.

[Ausführliche Informationen gibt es beim LAV].

Foto zur Meldung: Umweltsofortprogramm des Landes bekommt ein Gesicht
Foto: Blick zur Großbaustelle grünes Hochwasserrückhaltebecken Wippra Bild: Gerhard Jarosz

MV des Landesanglerverbandes analysiert Entwicklung im Verband und bestimmt die nächsten Schritte

(26.03.2018)

Mit Forstdirektor Reinhold Sangen-Emden, Referent für Forst- und Jagdpolitik, Fischerei des Ministeriums, Werner Klasing, Präsident des Niedersächsischen Anglerverbandes, Olaf Lindner, Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit beim Bundesverband dem DAFV und Andreas Schlüter, Fischereiberater des Landes, bekundeten wichtige Arbeitspartner des LAV mit ihrer Teilnahme das Interesse an einer weiteren guten Entwicklung der Zusammenarbeit.

 

Nach dem ehrenden Gedenken der im Berichtszeitraum verstorbenen Mitglieder, zeigte die lange Liste der Auszuzeichnenden, dass erfolgreich im Verband gearbeitet wurde. Nach dem im Herbst die Castingsportler für Ihre Leistungen auf der Mitgliederversammlung entsprechende Würdigung empfingen, standen diesmal Boots- und Brandungsangler in einer Reihe mit würdigen Verbandsfunktionären und verdienten Partnern.

 

In den sich anschließenden Grußworten wurden wichtige Facetten unserer Arbeit aus anderem Blickwinkel beleuchtet. Während Werner Klasing Mittel und Methoden von PETA als Tierrechtsorganisation bloßstellte und deren Geschäftsmodell gesellschaftskritisch beleuchtete, stellte er zum anderen eine neue Wissenschaftsstudie in Aussicht, die bisher ungeprüft angenommene, störende Einflüsse von Anglern am Gewässer wissenschaftlich hinterfragt.

 

Olaf Lindner stellte auf breiterer Front die Ausrichtung auf Arbeitsschwerpunkte des Bundesverbandes vor. Neben vielen richtigen Ansätzen, die die Unterstützung der breiten Anglerschaft auch bei uns genießen, gab es aber auch Bedenken zu einigen Vorhaben. Ob der neue Mitgliedsausweis die gewünschte Akzeptanz finden wird, ist ebenso fraglich, wie die Investition von Mitgliedsbeiträgen in neue Studien, deren Wert nur in neu gewonnen Erkenntnissen und nicht in der Bestätigung bekannter Zusammenhänge gerechtfertigt sein kann.

 

Das zentrale Thema im Bericht des Präsidenten war wohl die Sicherung grundlegender Bedingungen für die Ausübung der Angelfischerei in unserem Bundesland. Ausgehend von der Charakterisierung der Angelfischerei als uraltes Gemeingut der Menschen und zugleich kultureller Tradition, die gepflegt und weiterentwickelt werden muss, wurde in der Begründung der Bogen von der Analyse der Ausgaben des Verbandes in der Gegenwart, hin zu einer transparenten und alle Bereiche erfassenden Entwicklung gespannt. Als Schlüsselaufgabe zum Erhalt guter Angelbedingungen nannte er die inhaltliche Profilierung als Fachpfleger der Gewässer und Fischbestände vor Ort. Gerade mit der Diskussion des Entwurfes der NATURA 2000 Landesverordnung war es nach Auffassung von Bülau richtig und wichtig, in der Stellungnahme des Landesverbandes klarzustellen, dass die Angelfischerei tief verwurzelt in der Gesellschaft ist, die nicht nur als sinnvolle Freizeitbeschäftigung, sondern auch als soziale Kraft, einen unschätzbaren Wert für die Gesellschaft leistet.

 

Daraus abgeleitet galt es die im Verordnungsentwurf aus unserer Sicht enthaltenen Schwachstellen klar zu benennen und unmissverständlich die Stellung der Angelfischerei zu beschreiben. Anglerinnen und Angler sind demnach nicht zu lenkende Touristen, sondern sind Garanten, deren unabdingbare Präsenz erst den guten Erhaltungszustand hervorbringt oder gar erhält.

Der Präsident dankte daher nochmals allen Vereinen für ein wichtiges Stück Fleißarbeit. Besonders hilfreich waren die Zuarbeiten unserer Anglervereine, durchgeführte Foren, Gesprächsrunden und Vororttermine in den speziellen Vogelschutzgebieten. Für den nun folgenden Abwägungsprozess wünschte er dem Land Klugheit, Weitsicht und Erfolg. Um aktiv in diesem Verfahren weiterhin zu agieren, wird es Ende April die nächste Abstimmung mit den Vereinen auf Landesebene geben.

 

Insgesamt bewertete der Präsident die Entwicklung im Verband als positiv. Mit 43.178 Mitgliedern, hat sich der positive Trend in der Mitgliederentwicklung fortgesetzt. Gleiches gilt für die Gewässerausstattung. 2017 konnten wir die Gesamtgewässerfläche um rund 1/3 beim Gewässereigentum steigern. Damit sind wir jetzt Besitzer von 153 ha. Dazu kommen noch unkündbare Erbpachtverträge mit einer Laufzeit von 99 Jahren, mit über 200 ha Flächenumfang.

 

Neben einem steigenden Angelkartenaustausch, dem bargeldlosen Umgang mit Startgebühren, bis hin zur Unterstützung der Jugendarbeit mit Materialien, zeigen getroffene Entscheidungen ihre positive Wirkung. 237 Stippruten, 18 Geräteboxen, 1128 Stundenpläne oder 1540 abgerufene Mahlhefte stehen für fast 5.000 €, die der LAV zur Förderung dieser Form für Jugendarbeit vor Ort 2017 ausgab. Mit Blick auf die Jugendlager erhofft sich der LAV für 2018 durch eine Verkürzung auf 4 Tage, einen Fortschritt bei der Gewinnung geeigneter Betreuern.

Mit Blick auf den Veranstaltungskalender des LAV umriss Bülau nochmals die mit der begrifflichen, auch einhergehenden inhaltlichen Neuausrichtung.

Der Vorsitzende der Verbandsjugend, Bernd Bergers berichtete im Anschluss über die Aufnahme der Verbandsjugend in den Landes- Kinder- und Jugendring, mit dessen Hilfe es besser gelingen soll, geeignete Jugendleiter auszubilden. Hier arbeitete er die Bedeutung der staatlich anerkannten „Juleica“ Zertifizierung heraus. Die Jugendleiter/In-Card (Juleica) ist der bundesweit einheitliche Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter-innen in der Jugendarbeit. Sie dient zur Legitimation und als Qualifikationsnachweis der Inhaber-innen. Darüber hinaus ergeben sich über den Jugendring vielfältige Chancen, noch eigenständiger zu wirken.

Im Anschluss folgten die Berichte der Kommissionen und die Abstimmungen zu den Anträgen.

Beschlossen wurden:

  • Bericht des Präsidiums
  • Bericht der Mandatsprüfungskommission
  • Bericht der Kassenprüfer
  • Bericht der Antragskommission
  • Ergebnisrechnung 2017
  • Entlastung des Präsidiums
  • Finanzplan 2018
  • Beitragsrichtlinie 2019
  • Änderung 4.3 der Gewässerordnung des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt e.V.
  • Änderung von Ziffer 5.3 der Ordnung über den allgemeinen Gewässerfonds                                                                                   

 

 

Alle Berichte und Anträge wurden mit großer Mehrheit angenommen. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass es offenbar im Präsidium (noch) nicht gelungen ist, bei unterschiedlichen Sichtweisen, eine einheitliche Außenwirkung zu erzielen. GJ

Foto zur Meldung: MV des Landesanglerverbandes analysiert Entwicklung im Verband und bestimmt die nächsten Schritte
Foto: Präsident Uwe Bülau beim Bericht des Präsidiums

Staatssekretär eröffnet Naturlehrpfad an der Helme-Talsperre Kelbra

(05.11.2017)

Manchmal dauern Dinge etwas länger… immerhin mehr als ein Jahr von der Idee bis zur Fertigstellung des neuen Naturlehrpfades an der Talsperre Kelbra.

 

Bereits im Oktober 2016 trafen sich Vertreter des Talsperren-Betriebes und Mitglieder des Vorstandes des Kreisanglervereines Sangerhausen, um einen Naturlehrpfad im Bereich der Staumauer der Helme-Talsperre bei Kelbra vorzubereiten.

Man einigte sich auf zunächst 9 Tafeln, welche die Bedeutung des Stausees Kelbra für den Hochwasserschutz und einer einzigartigen Natur dem Besucher näherbringen soll.

 

An allen Eingängen zum Damm, sowie am Nebendamm, wurden künstlerisch hochwertige Tafeln aufgestellt. Die Rahmen stellte der Talsperren-Betrieb zur Verfügung. Vier Tafeln mit den Schwerpunkten Greifvögel, Amphibien, fischfressende Vögel und der Kranichzug am Stausee wurden durch die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes gefördert. Fünf weitere Tafeln mit den Themen Fische im Stausee, Wasserqualität sowie die Bedeutung der Talsperre Kelbra, insbesondere für die Helme, wurden durch die Fischereiabgabe des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt. Projektträger war der Kreisanglerverein Sangerhausen e.V..

 

Besonders erfreulich war die Tatsache, dass am letzten Freitag der Staatssekretär im Umweltministerium, Herr Klaus Rehda, gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Talsperren-Betriebes, Herrn Burkard Henning, den Anglern und anderen Gästen, den Naturlehrpfad eröffnete.

 

Diese neun Tafeln sollen erst ein Anfang sein und mit weiteren Tierarten ergänzt werden. Besucher des Dammes müssen sich allerdings noch bis zum April 2018 gedulden. Seit 1. November ist der Damm der Talsperre Kelbra für den Besucherverkehr vorübergehend gesperrt, genau wie der Rundwanderweg Richtung Aumühle.  FG

Foto zur Meldung: Staatssekretär eröffnet Naturlehrpfad an der Helme-Talsperre Kelbra
Foto: Staatssekretär im Umweltministerium, Klaus Rehda, enthüllt symbolisch eine der Tafeln im Haupteingangsbereich

Aalfangverbot für 2018 vorerst vom Tisch

(11.10.2017)

 

Einigung auf Ostsee-Fangquoten beim Dorsch für 2018

 

Die Fangmenge für den westlichen Dorsch in der Ostsee wird im Vergleich zum Vorjahr unverändert bleiben. Das bedeutet zugleich einen Fortbestand des "bag-limits" für Angler auch für das kommende Jahr. Während die Ministerrunde in Luxemburg die erlaubten Fangmengen für Hering in der zentralen Ostsee (plus 20 Prozent) und für Sprotte in der gesamten Ostsee (plus ein Prozent) beschloss, dürfen die für Deutschland wichtigen Herings-Bestände in der westlichen Ostsee im kommenden Jahr um 39 Prozent weniger befischt werden.

 

Dass es dem Aal schlecht geht, wissen wir. Die Ursachen sind vielschichtig. Um langfristig die Bestände zu stabilisieren, gibt es seit Jahren ein von Anglern und Binnenfischern getragenes Aal-Management. Unter Berücksichtigung vieler Anstrengungen, soll 2018 eine gesamteuropäische Lösung gesucht werden. Wie diese aussieht, wissen wir noch nicht. Angelverbote sind jedoch aus unserer Sicht kontraproduktiv, da mit sinkendem Nutzungsinteresse die Art mit den Anglern einen ihrer wichtigsten Förderer verliert.

 

Weitere Informationen gibt es beim [DAFV].

Foto zur Meldung: Aalfangverbot für 2018 vorerst vom Tisch
Foto: Aalfangverbot für 2018 vorerst vom Tisch