Edersleben

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Die Gemeinde liegt an der B 86 und L 220 in der Goldenen Aue. Sie ist ein Runddorf mit landwirtschaftlichem Charakter trotz eines Gewerbegebietes. Urkundlich erstmals 786 als Edieslebo = das Erbe des Edo genannt, die älteste bekannte Namensform ist Edisleve. Nachweislich ist, dass die ersten Siedler sich bereits um 300-400 u. Z. hier niederließen und dem Ort seinen Namen gaben. Bereits 1430 wird die Obermühle genannt, die noch heute in einem vorzüglichen Zustand ist. Schon 1724 wird eine Feuerspritze angeschafft, ehe am 22.02.1885 die Pflichtfeuerwehr gegründet wurde. Von 1827 – 1830 wurde die Kirche wegen Baufälligkeit nach Plänen Schinkels neu erbaut. Die Edersleber Kirche ist die einzige Kirche im Landkreis Sangerhausen mit der Altarnische und dem Altar im Westen. 1847 begann man mit der Kohleförderung, die bis 1899 betrieben wurde. Noch nach 1945 verkaufte die Gemeinde „Knorpelkohle“. Ein urgeschichtliches Fundobjekt hat den Ortsnamen bekannt gemacht. 1930 fand der Tischlermeister Spengler in einer Kiesgrube das Skelett eines etwa 475.000 Jahre alten Mammuts, auch als Altelefant bekannt. Das Skelett (vier Meter hoch und sechs Meter lang) steht heute in Sangerhausen im Spengler-Museum. In der Neuzeit wurde Edersleben in südlicher bzw. südwestlicher Richtung des Ortes neu bebaut. So entstand Anfang der 90iger Jahre westlich der B 86 das Wohngebiet „Neue Siedlung“. Auf Grund der Nachfrage nach Wohnstandorten wurde im Jahr 1997 eine weitere Wohnbebauung „Am Borxlebener Weg“ geschaffen. Zeitgleich wurde das sich östlich der B 86 befindliche Gewerbegebiet „Voigtstedter Feld“ erschlossen und vermarktet. Durch den Ausbau der Ortsdurchfahrt B 86 (Karl-Marx-Straße) im Jahr 2002 wurden die Voraussetzungen geschaffen, die für den Verkehrsablauf, die Verkehrssicherheit und letztlich für das Wohl der Bürger erforderlich sind.