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Riethnordhausen

Im Kreuzungsbereich der L 220 Kelbra-Edersleben und der K 2221 Sangerhausen-Borxleben liegt westlich im Landkreis Sangerhausen die Gemeinde Riethnordhausen an der kleinen Helme.

Urkundlich ersterwähnt wird der Ort 1214 als Rythnordhusun = die nördlichsten Häuser im Riethe (auch: Riede); die im Riethe gelegenen nördlichen Häuser des Nabelgaues. Er liegt zum größten Teil im ehemaligen Überschwemmungsgebiet der Helme. 1495 wird der Ort Pfarrkirchdorf und von 1512 – 1524 die Kirche erbaut. Das Amt Röblingen übernimmt 1560 die Gemeinde. Bei einem Großfeuer 1632 brannte der Ort „gänzlich“, nur die Kirche und wenige Häuser wurden verschont. 1657 begann der Wiederaufbau von 33 Gebäuden. Im Jahr 1796 erhält Riethnordhausen eine neue Schule. 1877 eine weitere. 1825 geht die Gemeinde an Preußen. Bekanntester Einwohner war Dr. Friedrich Hermann Wölfert, am 17.11.1850 in der Dorfschenke geboren. Berühmt wurde er durch einen Aufstieg mit dem durch Ottomotor angetriebenen Luftschiff am 10.08.1888. Bei Heimatforschern bekannt ist Friedrich Schmidt, der 1882 – 1890 als zweiter Lehrer in Riethnordhausen unterrichtete. 1884 gründete man einen Löschzug als Pflichtfeuerwehr mit einer Stärke von 21 Mann. Diese Pflichtfeuerwehr wurde, wie alle Wehren im Landkreis, 1934 in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt. Im Laufe des Jahres 1891 errichtete die Naumburger Firma Becker und Schulze eine schmalspurige Eisenbahn von der Südgrenze der Gemarkung zur künftigen Förderung der bei Borxleben zu grabenden Kohle und der bei Udersleben geförderten Kupfererze.

Von einem Helmehochwasser wurde der Ort im Januar 1915 heimgesucht und die Aue glich einem See. Zur 400 – Jahrfeier der Ortskirche im Jahre 1929 gab man eine Festbroschüre heraus, die in anschaulicher Weise die Entwicklung der Kirchengemeinde darstellte. Wie in allen Gemeinden der heutigen Verwaltungsgemeinschaft wurde auch in Riethnordhausen im Jahre 1945 die Bodenreform durchgeführt und aus den enteigneten Wirtschaften wurden Neubauernwirtschaften.

Der Charakter des heutigen Ortes wird geprägt von der Landwirtschaft und kleineren Industrie- und Handwerksbetrieben.

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